Der Video-Zwerg: DJI OSMO Pocket

Der neueste Zugang zu meiner Ausrüstung ist der DJI OSMO Pocket [OP]. Es handelt sich dabei um eine Winzlings Kamera mit integriertem Gimbal zur Videos Stabilisierung und mit überraschend guter Video- und Fotoqualität. Das 3-Achs Gimbal gleicht dabei ungewollte Kamera Bewegungen in Echtzeit aus und liefert so ein stabilisiertes Bild.

DJI OSMO Pocket am Honor 10 Smarphon

Der Zwerg kann im Videomodus bis zu 4K @ 60 FPS aufnehmen, wobei es sich hier aber “nur” um UHD im Format 16:9 handelt. Macht aber nix, die Qualität ist sehr gut, speziell bei Tageslicht. Fotos nimmt das Gerät mit 12 Megapixeln auf. Zudem gibt es zwei automatische Panoramamodie, die entweder ein horizontales oder ein 3×3 Panorama aufnehmen. Das Zusammensetzen der Einzelfotos erfolg hierbei automatisch, allerdings werden auch die Einzelbilder als JPG auf der Mikro-SD Karte gespeichert. Das ist super, da man die Panoramen so auch mit einem externen Editor erstellen und bearbeiten kann.
Der OSMO Pocket läßt sich über einen USB-C- oder Lightning-Steckadapter mit einem Smartphon verbinden. Mit Hilfe der dazugehörigen DJI Mimo App lassen sich dann alle Funktionen steuern und einstellen. Prinzipiell funktioniert der OP aber autark und ohne angestecktes Smartphon. Mit dem Briefmarken großen Bildschirm kann man die Kamera des OP überraschen gut kontrollieren. Der Bildschirm hat außerdem Touchfunktion zum ändern der Einstellungen. Gesteuert wird über Wisch-Gesten und Tippen.

Als weitere Steuerelemente gib es ansonsten nur noch den Aufnahmeknopt und den Kombischalter rechts:

  • ein langer Druck schaltet das Gerät ein oder aus
  • ein kurzer Druck wechselt zwischen Foto- und Video Modus
  • ein Doppelklick zentriert das Gimbal
  • ein Dreifachklick lässt die Kamera um 180° um die Yaw-Achse rotieren, um in den Selfie-Modus oder zurück zu wechseln. Ideal für Vlogger oder solche, die es werden wollen. Dabei funktioniert die automatische Gesichtsverfolgung auch wunderbar, allerdings nur bis 4K @30 FPS.

Ich habe mein neues DJI Osmo Pocket über die Weihnachtsfeiertage mal auf dem Bike getestet: kleine Tour über die Feldwege der Region Bergstraße, für die eigentlichen Berge hat die Kondition nicht gereicht (Weihnachtskollaps :-).

Fazit:

  • das Teil macht echt Spaß
  • die Videostabilisierung scheint recht gut zu funktionieren
  • die Videoqualität ist exzellent
  • es ist genial, wie schnell das Gerät schussbereit ist
  • er Aktivierungszwang und das ständig aufpoppende Tutorial der App nerven
  • 40K @60 FPS produzieren schon gemein große Dateien; an deren Handling muss ich mich auch ersteinmal gewöhnen
  • schade, dass man für viele Einstellungen erst das Smarfon verbinden muss und der Profi-Modus nicht direkt im OSMO Pocket steuerbar ist
  • sobald man am OP Einstellung ändert, verlässt man den Pro-Modus und muss erst wieder das Smartphon anschließen, um Pro-Funktionen zu aktivieren.

Die .stl Datei für den GoPro Adapter, den ich am Brustgeschirr trage, kann man hier finden: https://www.thingiverse.com/thing:3290620

Die Steckverbindung zwischen Osmo Pocket und Smartfon ist zwar eine pfiffige Idee, aber sie ist rech labil. Hier zeige ich mal zwei mögliche Lösungen, die günstig sind und gut funktionieren.

Den im Video gezeigten Smarfon Halter zum selber drucken gibt es hier:
https://www.thingiverse.com/thing:3289747

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

16 − 8 =